Ordnung: Lichida Moore, 1959

Familie: Lichidae, Hawle & Corda, 1847

Gattung: Hoplolichas Dames, 1877

Art: Hoplolichas    tricuspidatus tricuspidatus  (Beyrich, 1846)

Größe: Cephalon ist mit Stachel 4,3 cm lang

Herkunft: Geschiebe von Basedow, Mecklenburg-Vorpommern

Gestein: Oberer Grauer Orthocerenkalk, Folkeslundakalk

Stratigraphie: Llanvirn, Mittelordovizium, Stufe C1by (Lasnamägi)

Sammlung: Koppka

Präparation: Koppka

Bemerkungen: H.-H. Krueger (2001) hat sich eingehend mit Geschiebefunden der Gattung Hoplolichas beschäftigt und Hoplolichas tricuspidatus in 2 Unterarten unterteilt. Hoplolichas tricuspidatus tricuspidatus besitzt eine Stachelkrone (aus 2 bis 6 Stacheln), während die Front der Glabella von Hoplolichas tricuspidatus nebeni Krueger, 2001 keine Bestachelung aufweist und dessen Nackenstachel deutlich kürzer ist. In letzter Zeit sind aus der Aseri-Stufe des St. Petersburger Gebiets eine Anzahl kompletter Hoplolichiden gefunden worden, die oft als Hoplolichas tricuspidatus bestimmt wurden. Dies ist sicher nicht richtig, da die Pygidien der russischen Funde nur ein terminalen Stachel besitzen, während der echte, bisher nur aus Geschieben der Lasnamägi-Stufe, bekannte Hoplolichas tricuspidatus dagegen ein Paar gespreizter Stacheln ausgebildet hat. Ich kenne 3 verschiedene und zum Teil stark bestachelte, bisher anscheinend unbeschriebene Hoplolichas-Arten (vielleicht auch nur Unterarten einer neuen Art) aus Rußland. Allen ist ein Pygidium gemeinsam, welches an das von Hoplolichas plautini Schmidt, 1885 erinnert, während im Gegensatz zu dieser Art das Cranidium z.T. extrem bestachelt ist (bei einer Form ist der Nackenstachel als eine Art Stachelkrone ausgebildet).

 

[Home] [Pictures] [Content] [Contact] [Links]